Musikfest Eichstätt 2017 – Das Erbe der Familie Bach

14. Mai 2017, Eichstätt, Ev.-Luth. Erlöserkirche: Die musikalische Welt der Bachs vor Johann Sebastian
Höhepunkte mitteldeutscher Kompositionskunst des 17. Jahrhunderts: Kantaten und Motetten von Johann Christoph Bach (1642-1703), Johann Michael Bach (1648-1694) und Heinrich Bach (1615-1692).

Musik für Solisten, Vokalensemble, Streicher und Basso Continuo.

Johann Sebastian Bach (1685-1750) ist keineswegs der Spross irgendeiner thüringischen Familie, und sein Genie mag uns immer wieder verblüffen – überraschend ist es aber kaum angesichts seiner hoch gerühmten Vorfahren und Verwandten. Weit über hundert Jahre lang war Mitteldeutschland das Kernland dieser weit verzweigten Dynastie. Und Bachs Söhne sollten dann schließlich zur Mozart-Zeit den Familiennamen weit über die Grenzen Thüringens hinaus bekannt machen.

Johann Sebastian Bachs Ohren wurden während seiner Kindheit geprägt von der emotional reichen Komposition seiner Verwandten in Eisenach, durch das stupende Orgelspiel seines Großonkels Johann Christoph und die virtuose Geigenkunst seines Vaters Johann Ambrosius Bach (Bild oben).

Im Konzert erklingen geistliche Konzerte und Motetten der Bach-Vorfahren, die Familie und Freunde über Jahrzehnte gesammelt und uns überliefert haben. Die Notensammlung überstand sogar eine „Entführung“ durch die Sowjets nach Kiew und ist als ehemals verschollene Kriegsbeute inzwischen wieder nach Berlin zurückgekehrt.

Hofkapelle Schloss Seehaus
Claudia Mende, Violine
Julla von Landsberg, Sopran
Georg Arssenij Bochow, Altus
Robert Sellier, Tenor
Martin Vydra, Tenor
Marcel Raschke, Bass
Johannes Weiss, Cembalo & Leitung